Add some Glitter – Raise and Shine zu Gast bei „Freunde zu Besuch“

 

 

 

 

Wenn es um einen Gastbeitrag für Farbenspiel zum Thema „Glitzer und Metallic“ geht, kann man kaum jemand anderen als eine Mamabloggerin nach ihren persönlichen Erfahrung fragen. Wer selbst Kinder hat, weiß warum, oder? Und so habe ich Regine von Raise and Shine (Mama- und Stylbloggerin und nebenbei noch meine kleine große Schwester) nach ihrem Verhältnis zu „Bling Bling“ gefragt. 

 

Add some Glitter

 

Der Mama-Alltag ist umglamourös? Von wegen!

Magst du nicht was zum Thema Glitzer schreiben? Als Julia mich einlud, einen Gastpost zu schreiben, war ich erst ein wenig unsicher. Ist das ein Thema für mich? Habe ich dazu etwas zu sagen?

Und dann war ich mit meinem zweijähriger Sohn Schuhe kaufen. Zielstrebig spazierte er im Laden auf das Regal mit den Mädchenschuhen zu und zog ein silbern-glitzerndes Paar heraus. Die will ich.auch. Ich gebe zu, ich war überrascht. Gut, von meiner Tochter kenne ich dieses Verhalten. Aber irgendwie war ich davon ausgegangen, dass wir ihr die Vorliebe für alles, was glänzt, unbewusst anerzogen hÃtten. Dass sie auf Glitter steht, weil die anderen Mädels in der Kita das eben auch tun.

Und dann kam der Schuhkauf mit Sohnemann und ich stellte mir die Frage: Gibt es eine angeborene Affinität zu allem, was glänzt und glitzert? Ein Elster-Gen quasi, das in uns allen steckt, egal ob Männlein oder Weiblein? Ein Verlangen nach Glamour, das wir unseren Töchtern gewähren und unseren Söhnen abtrainieren? Mein Verhalten im Schuhladen jedenfalls scheint diese Theorie zu belegen. Denn nein, ich habe meinem Sohn nicht die glitzernden Mädchen-Schuhe gekauft. Ich habe ihn liebevoll ein Regal weiter geschoben und ihm ein paar ganz tolle Alternativen gezeigt. In dunkelblau. In grau und in grün. Und ein Paar davon ist es dann geworden.

Das Elster-Gen – angeboren oder antrainiert?

Ich muss zugeben, dass mich das Erlebnis im Schuhladen ein wenig ins Grübeln gebracht hat. Darüber, wie tolerant und offen ich eigentlich wirklich bin. Denn bei Glitzer hört es wohl auf mit meiner geschlechtsneutralen Erziehung. Und dabei war ich so stolz darauf, dass ich meinem Sohn den Wunsch nach einem Puppenwagen genauso erfüllt habe wie meiner Tochter. Darauf, dass er ganz selbstverständlich mit einem pinkfarbenen Dreirad zur Kita düst. (Was im Übrigen auch im Jahr 2017 bei einigen Passanten Kopfschütteln verursacht. Aber das nur nebenbei…) Und Überhaupt: Wollte er die Schuhe tatsächlich selbst oder hat er sich mal wieder an der großeren Schwester orientiert und das vorweggenommen, was sie sich wohl ausgesucht hätte? Denn bei meiner Tochter im Kleiderschrank glitzert es tatsächlich gewaltig. Nicht, weil ich das besonders toll fände, sondern weil sie inzwischen in einem Alter ist, in dem man schon selbst sehr genau weiss, was man möchte und was nicht. Wie das eben so ist mit fünf Jahren. Hier stehen Einhörner samt Feenstaub, Glitzer-Stifte und Pailetten-Shirts ganz hoch im Kurs. So hoch, dass ich mich doch manchmal frage, wie viel Glitzer man eigentlich ertragen kann. Oder positiv ausgedrückt: Ihr Geschmack bringt jede Menge Glamour in unsern chaotischen Familienalltag.

Und dann ertappe ich mich dabei, wie ich mich darauf freue, die Wohnung weihnachtlich zu dekorieren. Das ist die einzige Zeit im Jahr, in der ein wenig Kitsch und Glitzer in unser sonst eher puristisches Heim einzieht. Das Elster-Gen steckt nämlich auch in mir. Und gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit gönne ich dem kleinen Mädchen in mir eine ordentliche Portion Glitzer und Glitzer in Kombination mit einem Hauch Rosé.

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