Ein Kleid in Gelb – Farrah Dress

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Bei tollen Blogaktionen mitmachen, sich inspirieren lassen, Neues ausprobieren… das liebe ich am bloggen. Wenn man allerdings viel plant, so viel ausprobieren möchte, kann es passieren, dass man ein bißchen unter Stress gerät. Oder ein bißchen mehr Stress. Oder richtig viel. So wie ich heute mit meinem Beitrag für 12 Colours of Handmade Fashion.

Bei der Aktion von Tweed & Greet ist der Auftrag für den Monat April Gelb. Wie passend zu unserem Thema „Schnörkellos Uni“!  Ich habe mir einen wunderschönen Handloom bei Karlotta Pink bestellt. Weich, fließend, leicht und überhaupt unheimlich sommerlich. Vom Gefühl irgendwo zwischen Double Gauze und Musellin. Handgewebt mit zwei unterschiedlichen Farbnuancen. Dadurch wirkt der Stoff trotz seiner Einfarbigkeit unglaublich lebendig. Schnörkellos Uni und absolut ein Traumstöffchen!

 

Senfgelb sollte es sein, denn alles zwischen Zartgelb und Neon wäre ein Fremdkörper in meinem Kleiderschrank.  Senfgelb ist kombinierbar, unaufdringlich und modern.

 

 

Den Schnitt des Farrah Dress von Chalk and Notch habe ich beim Stöbern im Netz gefunden und mich sofort verliebt. Tolle Anleitung, nicht zu schwer zu nähen. Außerdem gehört eine klasse Anleitung zur Schnittanpassung für volle Brüste dazu, die ich jedoch nicht genutzt habe. Die Maße des Kleides waren ausreichend. Allerdings werde ich sie sicher mal für ein anderes Projekt nutzen, bei der ich sonst Schwierigkeiten in der Anpassung hätte.

Wunderbar. Einzig das Fotoshooting war schwieriger als gedacht. Das Kleid wurde um 15:30 Uhr fertig, draußen Nieselregen und schlicht zu kalt für ein Sommerkleid. Mein einzig verfügbarer Fotograf: das 8-jährige Tochterkind. Hm.

Nach einem verzweifelten Versuch vor der Hecke im Hof gab es dann doch Bilder im heimischen Wohnzimmer. Dank der Geduld der Fotografin kamen dann doch ein paar brauchbare Bilder zustande,

 

 

Der Schnitt des Kleides bietet ein paar Raffinessen, die ich sehr mag. Im Rücken ist es leicht gerafft und macht so eine schöne Silouette.

 

 

Das Kleid ist im Saum vorne etwas kürzer als hinten. Dabei finde ich die Art des Umnähens sehr schick. Im Gegenlicht erkennt man das sehr gut.

 

 

Ich freue mich sehr, dass es mein Kleid noch pünktlich zum Ende unseres Monats „Schnörkellos Uni“ bei Farbenspiel. Rums und dem Monatsfinale bei 12 Colours Of Handmade Fashion geschafft hat.

Bei Judith gibt es heute übrigens den Gewinner unserer Verlosung. Dazu einen Überblick über unsere Sponsoren. Wir sind unglaublich stolz auf diese Sammlung. Karlotta Pink gehört auch dazu und das freut mich wirklich sehr.

 

Bis bald!

See you soon!

Eure

JULIA

 

Ein Quilt aus Wasserfarben – ein Tutorial

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Wasserfarbe, Farbverläufe… darum ging es in diesem Monat bereits mehrfach bei Farbenspiel. Heute habe ich ein kleines Tutorial für Euch, das Wasserfarbe und Nähen zusammenbringt.

 

Ihr braucht:

 

Wahlweise Wasserfarben oder Stofffarben

evtl. Textil-Medium fqür die Wasserfarben

Pinsel

Wasser

weißen Stoff

einen Bilderrahmen

Volumenvlies

Nähmaschine und Garn

 

 

Für den Anfang benötigt Ihr Stoff, Pinsel, Wasser und Farben. Ich habe sowohl die Verwendung handelsüblicher Wasserfarbe als auch spezieller Stofffarbe ausprobiert.

 

 

Sicher habt Ihr schon einmal Farbverläufe von intensiv zu durchlässig mit Wasserfarben geschaffen. Ebenso funktioniert das Malen auf Stoff. Ich zeige Euch hier die Verwendung mit speziellen Stofffarben. Um es vorweg zu nehmen: das Malen mit Wasserfarben funktioniert ebenso.

 

 

 

Ähnlich der Aquarellmalerei arbeitet man mit dem Zusammenspiel von Wasser und Farbe. So entstehen unterschiedliche Effekte.

 

 

Links: Farbe auf nassen Stoff aufgetragen

Mittig: Farbe auf die nachträglich Wasser ausgetragen wurde

Rechts: Farbe pur

 

Variante zwei mit Wasserfarben habe ich meine Kinder ausprobieren lassen. Tatsächlich besteht der einzige Unterschied in der Intensität der Farben. Wichtig: für die Verwendung in einem Bilderrahmen benötigt Ihr kein Fixiermittel (Textil-Medium). Solltet Ihr aber ein größeres Projekt wie ein Kissen oder einen Quilt planen, ist eine Fixierung unbedingt notwendig. Stofffarbe hingegen wird der Herstellerempfehlung entsprechend gebügelt und ist damit auch nach dem Waschen farbecht.

 

 

 

Hier unsere Arbeitsergebnisse. Oben die Malerei mit Wasserfarbe, unten mit Stofffarbe.

 

 

Nach dem Trocknen wird der bemalte Stoff auf die passende Größe zugeschnitten und mit Volumenvlies zusammengebracht. Ich favorisierte in diesem Fall Vlies, das sich aufbügeln lässt, wie z.B. H640. Egal welches Vlies ihr nutzt: es sollte auf alle Fälle dünn genug sein, um später in einen Rahmen zu passen.

 

Beim Quilting habe ich versucht, den einzelnen Farbverläufen zu folgen und hebe so unterschiedliche Segmente hervor.

 

Nun nur noch in einen passenden Rahmen bringen: Fertig!

Ein wunderbar schnelles und unkomlpiziertes Projekt, das sich vielfältig einsetzen lässt. Vielleicht als Grußkarte, Kissen oder eine Beschäftigung mit Kindern an einem verregneten Sonntag?

 

 

Ich hoffe, Euch hat meine kleine Anleitung gefallen. Viel Spaß beim Nachmachen! Ich würde mich freuen, Eure Ergebnisse bei Farbenspiel zu entdecken!

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Creadienstag

Dienstagsdinge

Handmade on Tuesday

Bis bald!

See you soon!

Eure

JULIA

 

 

 

Kleine Warenkunde – Ombre

 

 

Diesen Monat lautet unser Thema beim Farbenspiel „Schnörkellos Uni – Ombre“. Dem Thema “ Uni“ haben wir uns in beiden Blogs bereits intensiv gewidmet. Viele haben das Thema aufgegriffen und wir haben tolle Nähergebnisse und Blogposts entdeckt.

 

Heute wird es Zeit, sich dem Thema Ombre zu widmen!

 

OmbreWas ist das?

 

Wörtlich übersetzt bedeutet das französische Wort [ombre‘] „Schattiert“ und meint die Verläufe von einer Farbe in eine andere. Durch Schattierungen und Veränderungen im Farbverlauf ändert sich der Farbton von hell zu dunkel.

Bereits im frühen 19. Jahrhundert begann man, Stoffe mit Farbverläufen zu vernähen und setzte diese dann im gesamten 19. Jahrhundert ein. So ist dieses Brautkleid von 1841 ein gutes Beispiel von Ombre-Effekten zu jener Zeit.

 

Bildrechte V&A

 

Die moderne Geschichte des Ombre begann um 2000, als Künstler wie Aaliyah, Nicole Kidman oder Beyonce‘ ihr Haar zum Ansatz hin immer heller färbten. Wie so oft setzten die Stars Trends und Frauen überall auf der Welt trugen ihr Haar im Ansatz dunkel und in den Haarspitzen hell.

 

Bild Pinterest: Board Schnörkellos Uni – Ombre

 

MakeUps, Wohnungseinrichtungen, Torten… alles folgte der Idee der Farbverläufe und auch vor der Stoff- und Modeindustrie machte der Trend nicht halt.

 

Pinke Wand im Ombré-Look. #KOLORAT #streichen #Wandgestaltung #Ombré
Quelle: Pinterest

 

 

Ombre und die Welt des Patchwork

 

Einige Stoffdesigner und Größen der Patchwork- / Quiltszene  haben sich auf Thema „Ombre“ oder eben Farbverlauf spezialisiert. Einer der wichtigsten Namen ist dabei Vanessa Christenson, oder kurz V and Co., die für das Haus Moda Stoffe und Vorlagen entwirft. Quilterinnen wie Emily Dennis oder Iva Steiner spielen immer wieder mit Hell-/ Dunkelverläufen.

 

 

Criss Cross Applesauce Quilt using V and Co.Ombre Gradient fabrics with Moda Fabric
Quilt Vanessa Christenson Pinterest

 

Ombre – ein Table Topper

 

Genug Theorie. Auch ich habe mich an Ombre versucht und das möchte ich Euch gerne zeigen. Auch einzelne Streifen einer Jelly Roll lassen sich wunderbar für kleine Projekte nutzen.

 

Ich habe eine Vorlage von Emily Dennis aus dem Magazin Love Patchwork & Quilting Nr. 45 genutzt, um unterschiedliche Hexagon-Blöcke in Ombre zu nähen.

 

 

Gequiltet entlang der Linie, um die Form des Hexagons zu betonen, gepatcht und mit Binding versehen, habe ich den Farbverläufen einen hübschen Rahmen gegeben.

 

 

Meine Frühlingsblumen sind so hübsch in Szene gesetzt. Was meint Ihr?

 

Zum Abschluss noch einen kleinen Tipp: Bei Judith dreht sich heute alles um Wasserfarben. Und am kommenden Dienstag erwartet Euch hier im Blog passend dazu ein Tutorial, auf das ich mich sehr freue!

 

Verlinkt zu Modern Patch Monday

 

Bis bald!

See you soon!

Eure

JULIA

 

Tablerunner

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Letzte Woche gab es hier im Blog die Weiterführung meines Zen Chic Inspired – Beitrags zu sehen. Stoffe, ausgewählt nach einer Farbpalette, die ich entsprechend meiner Wohnzimmerfarben ausgewählt hatte. Eine Vorlage aus dem neuen Buch von Brigitte Heitland „Zen Chic Inspired“

 

 

Das Top, das ich Euch letzte Woche gezeigt habe, ist nun gequiltet. Dabei habe ich versucht, die geometrische Idee der Vorlage aufzugreifen.

 

 

 

Jedes Teil, jedes Dreieck und Rechteck des Runners ist anders gestaltet.

Für die Rückseite habe einen Rest meines Möbel-Schweden-Stoffes verwendet. Bei einem Tablerunner sieht man die Rückseite ohnehin selten, oder?

Finish! Und Zeit für ein kleines Resümee. Das Buch von Brigitte Heitland ist wie zu erwarten, wunderbar. Eine tolle Idee, moderne Patchwork und Quilting einem Raum anzupassen. Das Experiment hat sehr viel Spaß gemacht. Ob ich meine Farbwahl grundsätzlich meinem Wohnzimmer anpassen würde? Nein. Ich mag es, der Wohnung durch kleine Dinge Farbe zu verleihen. Und: wie könnte ich all den tollen Stoffdesigns in wunderbaren Farbkombinationen widerstehen?

Der Gewinner unserer Farbenspiel – Verlosung ist übrigens ermittelt und wird bald bekanntgegeben. Ein bißchen Geduld noch! Judith und ich freuen uns aber sehr darüber, wieviel Mühe sich alle mit Ihren Beiträgen zum Farbenspiel geben. Danke Mädels! Ihr seid toll!

Verlinkt bei

Rums

Modern Patch Monday

Bis bald!

See you soon!

Eure

Julia

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