Ein Stricktäschchen bitte! – Handloom und neue Ufer

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Eine Frage in die Runde: Wer von Euch strickt? Mützen, Tücher, Pullis oder gleich Cardigans? Für sich, den Mann, die Kinder? Zwei links, zwei rechts, eine fallen lassen?

Um gleich wilden Spekulationen vorzubeugen: Nein, ich stricke nicht. Weder Mützen noch Schals. Nicht, dass ich grundsätzlich etwas dagegen hätte, aber erstens bin ich froh, dass mein Alltag genug Zeit für meine Nähmaschine und diesen Blog hergibt. Zweitens habe ich so eher abstoßende Erinnerungen an lose Maschen, die im Fach Technisches Werken während meiner Gymnasialzeit entstanden.

Und dennoch habe ich heute zwei Stricktaschen für Euch. Oder Neu-Deutsch „Project Bags“.

 

 

Die Geschichte beginnt mit der lieben Frauke von „wasfraukemacht.“ Vor einigen Monaten postete ich unter dem Thema „Maritim“ eine Täschchen, das Frauke wohl sehr gut gefiel. Man könne es sicher auch gut als Strickbeutel für unterwegs nutzen, meinte sie. Denn, so lernte ich, Project Bags sind praktisch, gut für Handarbeitsvergnügungen unterwegs und… trendy. Das maritime Täschchen jedoch dient meinem Sohnemann inzwischen als Hygienebeutel für unterwegs. Es ist groß genug für die Bedürfnisse eines Fünfjährigen, für Wollknäul aber zu klein. Sei’s drum. Der Gedanke blieb.

 

Als Ines von Karlotta Pink für den aktuellen indischen Monat noch Projektideen sucht, war der Gedanke wieder da. Und so entstanden aus Handloom und Leinen Strickbegleiter für unterwegs.

 

 

Stricktaschen-Variante eins ist eher Beutel denn Tasche. Oben wird er mit einem Band geschlossen, vorne zwei Einstecktaschen für Nähanleitung, Schere, Nadeln… Durch den Lederriemen lässt er sich zur Handtasche umfunktionieren.

 

 

 

 

 

Die Stoffe: indischer Handloom mit einem wunderbaren Druck. Habt Ihr die wunderschöne Bordüre an der Außentasche entdeckt? Schockverliebt. Ich mochte diese Mischung aus schwarzem Muster auf beige/creme von Anfang an. Jedes Stoffstück wird von Hand in Indien bedruckt. Man sieht, mit welcher Liebe das Muster entstanden ist.

 

 

Dazu: passend zum neutralen Oktober bei Farbenspiel: Beige. Vor einigen Wochen bekam ich von einer lieben Freundin altes Leinen geschenkt. Unterschiedliche Farbtöne und Qualitäten. Dieses Leinen hier kam als Meterware daher. Man fragt sich, für was es ursprünglich einmal bestimmt war… Wo wir wir wieder bei meiner Vintageliebe wären… Nun, das Leinen ist recht fest. Durch sein Alter und die grobe Qualität nicht ganz einheitlich in der Farbe. Was für ein wunderbarer Gegensatz zu dem weichen Handloom! Und ich liebe Beige. Für mich die perfekte neutrale Farbe. Warm, leicht, unauffällig und ideal für Taschenprojekte wie diese.

 

 

Täschchen Nr. 2 hat eine klassischere Form. Reißverschluss, zwei Eingrifftaschen und ein Außenbeutelchen für eine kleine Nähschere oder eine Hand voll Maschenzähler.

 

 

Im Gegensatz zu einer klassischen Kosmetiktasche ist es stolze 30x26cm groß und fasst so ohne Mühe Wollknäuel und etwas Gestricktes. Der Handloom hat hier ein anderes Muster, aber auch eine wunderschöne Bordüre.

 

 

 

 

Was ich nun mit diesen „Project Bags“ anstelle, wo ich doch selbst nicht stricke? Nun. Zum einen ist Weihnachten nicht mehr weit. zum anderen nutze ich sie als Testläufe für den Shop. Sagt, würdet Ihr gerne ein solches Täschchen kaufen? Vielleicht gehe ich ja bald in die Produktion…

Die Stoffe wurden mir zur Verfügung gestellt von Karlotta Pink (Handloom) und meiner lieben Freundin Antje. Danke liebe Frauke, für Deine Inspiration!

 

 

Ich schicke meine Täschchen nun zu

Farbenspiel im neutralen Oktober

Creadienstag

Handmade on Tuesday

TT-Taschen und Täschchen

 

Bis bald!

See you soon!

Eure

JULIA

 

 

Eine Antwort

  1. Liebe Julia,

    ist das/ sind das zwei süße Täschlein, ach nein Project bags geworden. Die gefallen mir ungemein gut. Ich mag Leinen auch unheimlich gerne. Diese zurückhaltende Farbe und Struktur, damit lässt sich einfach eine Unmenge toller Sachen anstellen. By the way sei bemerkt, dass ich stricken kann, aber nur Loopschals, okay mit Anleitung von Youtube ginge bestimmt mehr, aber was würde meine Bernina und meine Stoffsammelleidenschaft dazu sagen, außerdem springen mich Wollknäule jetzt nicht derart an.

    Liebe Grüße

    Judith

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