Sorry. I’m sewing today…. von Prioritäten und Vorhaben im neuen Jahr

 

 

 

Beginnen wir mit einer Zahl. 40.

Schockschwere Not, hat diese Zahl mich in den letzten Tagen, nein Wochen, zum Grübeln gebracht. 40 zu werden bringt, zumindest in meinem Fall, einiges in Bewegung. Um eifrigen Gratulanten zuvor zukommen: Nein, ihr habt keinen Geburtstag vergessen, er steht mir 2018 noch bevor. Und beschäftigt mich dennoch jetzt schon.

Warum ist es eigentlich unpopulär, gar unschick, als Frau das eigene Alter laut zu äußern? Zumindest dann, wenn man nicht maximal Mitte 20 ist oder man demonstativ ein – „Was? Das hätte ich nicht geschätzt. Du siehst viiiel jünger aus!“ – erwartet.

40 zu werden hat etwas von Zäsur, finde ich. Die Familienplanung ist abgeschlossen, beruflich gehört man nicht mehr zu den Greenhorns und man hat auch schon ein paar Dinge erlebt. Und nun? Bei all dem kleinen ( oder auch größeren) Schrecken stelle ich fest, dass ich inzwischen immer besser weiß, wer ich bin, wer ich sein will und was ich  noch zu üben habe.

Da wären wir schon beim Thema. Offizieller Vorsatz für das nächste Jahr: Langsam machen, Prioritäten setzten, alles nicht ganz so ernst nehmen. Das ist leichter gesagt, als getan. Tatsächlich muss ich das üben. Wie seinerseits Radfahren. Und Klavier spielen. Aber ich stelle kleine Erfolgserlebnisse fest und freue mich sehr darüber.

Was, zum Henker, will sie den mit diesen Midlifecrise-Anwandlungen in einem Nähblog????

2017 habe ich sehr viel genäht, viel gebloggt und hatte die Gelegenheit, an tollen Aktionen teilzunehmen. Super, aber auch unglaublich Kräfte zehrend.

Nähen soll Spaß machen! Also ein kräftiger Tritt auf die Bremse und runter mit dem Tempo. So gibt es bei mir weder #2018makenine oder #sewmystash2018 , sondern ganz viel #nähenistmeinyoga.

 

 

Mein Weihnachtskleid 2017 ist ein gutes Beispiel. Zu Weihnachten war es teilweise zugeschnitten und über das fertige Oberteil (aus einem wunderschöne Aboriginie-Stoff von Karlotta Pink) kam ich auch nach Silvester nicht weiter. Was soll’s! Das fertige Weihnachtskleid Silvesterkleid   Winterkleid wird es dann eben kommende Woche hier im Blog geben. Ich bin sicher, ihr werdet es auch dann mögen.

Noch ein Slow-Sewing-Projekt ist meine Teilnahme am BOM von Brigitte Heidland bei QuiltersGarden. Auf Instagram habe ich Euch bereits von meiner Stoffwahl berichtet. Mit Block 1 im Januar bin ich bereits sehr zufrieden. So ein Jahres-Sewalong ist ein wahres Slow-Sewing-Projekt. Ich bin gespannt, wie ich hier durchhalte.

 

 

 

 

Außerdem habe ich mich zum City Tiles Quilt Along  von Emily Dennis angemeldet. Ich mag das Muster sehr. Außerdem ist das aneinanderreihen gleicher Quiltblocks doch wirklich entspannend, oder?

 

Quelle: http://www.quiltylove.com

 

Ausgesucht habe ich dafür das Bundle „Sunday Supper“ , das ich bin letzten Jahr bei Quilt und Textilkunst gewonnen habe. Also doch ein kleines bißchen #sewmystash2018 …😊

 

 

Ihr seht, so ganz ohne Vorhaben starte ich nicht in 2018. Aber mit (fast) 40 vielleicht etwas entspannter.

Und Ihr so? Habt Ihr Ziele oder Vorsätze im neuen Jahr? Und überhaupt: Wer von Euch grübelt ab und an über sein Alter nach? Hände hoch!

 

Bis bald Ihr Lieben!

See you soon!

Eure

Julia

 

 

Verlinkt bei Rums

2 Antworten

  1. Liebe Julia,

    ob nun mit 40 oder vorher oder eben später. Mal auf die Bremse zu treten und wirklich nur daran zu arbeiten, was einem wirklich das Gefühl von „Nähen ist mein Yoga“ bringt ist eine gute Sichtweise. Ich muss sie auch noch lernen, obwohl ich gerade merke, dass ich deutlich mehr Kraft und Energie habe, wo ich wieder ein wenig „planlos“ an meine Nähprojekte gehe und ganz streßfrei entscheide, worauf ich Lust habe oder ob ich überhaupt Lust habe.

    Ich wünsche dir, dass das Yoga zurück kommt und du deine Ruhe und deinen Mittelpunkt beim Nähen wieder findest.

    LG Judith

  2. Ich hab die 40 schon, ohne drüber nachzudenken, überschritten. Für mich eher ein Zeitpunkt für mehr Verantwortung im Beruf, kurz davor habe ich aber für mich das nähen und bloggen entdeckt, ein tolles Paralleluniversum. Viele Dinge kann man aber tatsächlich je älter man wird gelassener sehen, auch durch meinen kurz vor vierzig geborenen Sohn haben sich Prioritäten verschoben. Also keine Angst vor 40 und frohe so feiern, wenn dir danach ist. Liebe Grüße Ingrid

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