Verschoben ist nicht aufzuholen – Ein Vintagedress mit Hindernissen

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Mehrfach habe ich euch auf Instagram und auch hier Ausschnitte meines neuen Ensembles gezeigt. Die Stoffe, das Oberteil, aber nicht die komplette Zusammenstellung. Warum? Es war schlicht nicht fertig! Geplant als Weihnachtskleid zum Weihnachtssewalong lag es Weihnachten nicht im Ansatz fertig auf meinem Ufo-Stapel. Dann wollte ich darin Silvester darin auf das neue Jahr anstoßen… Leider wurde daraus auch nichts. Nun haben wir Ende Januar und endlich, endlich ist es vorführfähig.

 

 

Das Drama begann mit dem Zuschnitt des Oberteils. Mein australischer Baumwollstoff war knapp bemessen und so wollte ich, um den Stoff ausreichend auszunutzen, das Rückenteil nicht im Bruch, sondern aus zwei Teilen zuschneiden. Der Plan war gut, die Durchführung aber miserabel. Beide Schnittteile waren am Ende deckungsgleich und mein schöner Stoff flog unter lautem Schimpfen in die Ecke.

 

 

Bei Versuch zwei ersetze ich den verschnittenen Rücken durch einen schwarzen Rest aus meinem Vorrat und eins, zwei, drei war meine Vintage-Bluse fertig.

 

 

 

 

 

Den Schnitt stammt von How To Do Fashion, einem dänischen Vintage-Label und kann nach einer Newsletter-Anmeldung kostenlos heruntergeladen werden. Ich mag den Schnitt sehr. Er ist einfach und unkompliziert und hat doch den nötigen Vintage-Touch. Auf einer Hose würde es sicher auch gut aussehen. Allerdings würde ich eine zweite Version eine Nummer größer zuschneiden. Meine jetzige Version sitzt etwas eng und schlägt so unnötige Falten.

 

 

 

 

 

 

Teil zwei meines Outfits stammt, wer hätte es gedacht, mal wieder von Sew-Over-It . Es ist derzeit einfach mein Lieblingslabel was Schnitte angeht. Der Lizzie-Skirt bietet keine nähtechnischer Herausforderungen. Ein schwingender Rock eben, mit Reißverschluss und Bund. Allerdings dauerte es auch hier einige Zeit bis zum fertigen Ergebnis. Kaum hatte ich den nahtverdeckten Reißverschluss eingenäht, den Bund angepasst, ging der Reißverschluss kaputt. Also alles auftrennen und neu beginnen. Außerdem war der Rock trotz Maßvergleich am Ende deutlich zu weit, so dass ich seitlich einiges weggenommen und außerdem eine zusätzliche Falte eingefügt habe.

 

 

 

Meine eigentliche Herausforderung beim Nähen des Rockes bestand in der Stoffwahl. ich hatte die Idee eines wärmenden Wollrockes und wurde bei Zuleeg fündig. Der Wollstoff ist weich, leicht zu vernähen und das Preis-Leistungsverhältnis beim Stoffkauf ist unschlagbar. Ich hatte Sorge, dass der Rock ohne Futter beim Tragen an der Strumpfhose kleben würde. Aber nein. Er trägt sich sehr angenehm. Einziges Manko: Durch die Taschen und den voluminösen Wollstoff steht der Rock seitlich etwas ab. Naja. da sehe ich drüber weg.

 

 

 

Vielleicht fragt Ihr Euch jetzt:  Wie passt eine ärmellose Bluse zu einem Wollrock ? Ich bin großer Strickjacken-Fan. Und so kann ich meine Bluse auch im Sommer tragen. Wie wäre es noch mit einem gelben Lizzie-Skirt?

 

 

In der Zusammenfassung:

Bluse: Schnitt No.00 Danmark von How To Do Fashion

Stoff: Aborigine Baumwolle von Karlotta Pink und eine schwarzer Rest aus meinem Vorrat

leicht zu nähen, in meiner Version ein kleines bißchen zu eng

Rock: Schnitt: Lizzie-Skirt von Sew Over It

Stoff: Wollgemisch von Zuleeg GmbH

Ich freue mich über Eure Kommentare und schicke mein Vintagedress in zwei Teilen zu

creadienstag

Bis bald!

See you soon!

Eure

JULIA

Eine Antwort

  1. Hallo Julia! Dass dein Top ein schwarzes Rückenteil hat, finde ich richtig gut 👍 Es schafft eine schöne Verbindung zum Rock. Wenn du den Schnitt für das Oberteil noch einmal verwenden solltest, würde ich nicht einfach eine Größe mehr zuschneiden, denn im Schulterbereich ist jetzt schon ein Zuviel an Weite. Vielleicht könntest du am fertigen Modell kleine Abnäher setzen, damit der Ausschnitt besser anliegt. Miss dich für die Zukunft zuerst mal aus und vergleiche dann deine Maße direkt mit dem Schnitt. Da du ziemlich viel Oberweite hast, musst du eventuell gezielt mehr Weite im Brustbereich dazugeben (FBA). Beim Rock wäre es vermutlich besser gewesen, die Taschen aus Futterstoff zu nähen, weil sie so nicht auftragen. Ich hoffe, du nimmst mir meine Tipps nicht übel und besser geht immer. Als Hobbyschneidern lernt man nie aus 😉LG Katrin

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