Mit Nähliebe in den Sommer – mein Fringedress und ein Tipp für eine schöne Taille

 

 

Ich trage gerne Hosen…. – bei der Arbeit, unterwegs mit den Kindern oder beim Gammeln zu Hause.

Röcke sind wunderbar, um mit immer anderen Blusen und Shirts einen immer anderen Look zu schaffen.

Aber ich liebe, liebe, liebe Kleider. In ihnen fühle ich mich einfach immer angezogen, schön, schick… natürlich vorausgesetzt das Kleid hat einen mir gut passenden Schnitt und ist auch sonst einigermaßen gelungen. Meine Figur ist eher curvy, bei einem Bodyschema bezeichnet man sie, glaube ich, als X-Shape. Wahrscheinlich habe ich das mit einem großen weiblichen Anteil der Menschheit gemeinsam. Vorteilhaft sind bei unserer Figur insbesondere taillierte Vintage-Schnitte oder andere Kleiderschnitte mit vorhandener und hoher Taille und einem nicht zu kurzen ausgestellten Rockteil.

 

 

 

Das erste Jahr habe ich mir nun vorgenommen, meine Nähliebe auch konsequenter in meine Sommergarderobe umzusetzen. Herausgekommen ist ein Fringedress nach dem Schnitt von Chalk and Notch. Ich habe bereits das Farrah Dress von Chalk and Notch genäht und schon dort mochte ich die etwas andere Saumform sehr. Der Vorteil des Fringedresses ist, bei einer Figur wie der meinigen, dass das Kleid so locker sitzt, dass keinerlei Schnittanpassung nötig ist. Es sitzt gut an der Brust, die Taille ist dort, wo sie hingehört und für meine 1,63m Körpergröße ist die Länge optimal.

 

 

 

 

Um meine vorhandene Taille trotz des eigentlich recht locker sitzenden Schnittes zu betonen, habe ich zwei Maßnahmen ergriffen. Zum einen habe ich einen Tipp umgesetzt, den ich vor kurzem bei Yacurama entdeckt habe. Dabei wird von innen ein Ripsband auf die Höhe der Taille genäht. Es sollte ein wenig kürzer als der Taillenumfang des Kleides sein und wird nur punktuell per Hand angenäht. In meinem Fall an den Seitennähten und an der vorderen und hinteren Mitte. Dadurch erhält das Kleid in der Mitte mehr Stabilität und sitzt deutlich besser. Bei Kleidern mit definierterer Taille kommt der Effekt natürlich noch besser zur Geltung.

 

 

 

Außerdem habe ich mir aus einem Rest ein Bindeband genäht.

 

 

 

Und wenn mich dieser „Gürtel“ dann doch nervt, könnte ich ihn auch einfach nehmen

 

 

und ihn zum Beispiel als Stirnband nutzen. Auch nicht schlecht oder? Haha…vielleicht auch nicht….

 

 

 

Yepp. Ich bin mit meinem neuen Sommerkleidchen sehr zufrieden. Auch, wenn es sich am Saum ein kleines bißchen wellt. Aber das macht nichts, denn es ist eben handgenäht und ich habe außerdem mal wieder etwas gelernt. Im Zweifel den Saum per Hand nähen oder die Fadenspannung etwas lockern.

 

 

Bei dem Stoff handelt es sich, den eifrigen Leser wird das nicht weiter wundern, um einen indischen Handloom aus der Kooperation mit Karlotta Pink. Bei unserem Designnähtreffen in Augsburg hatte ich das Glück, mir einen schönen Stoff aussuchen zu dürfen. Ohne Vorgabe, ohne Bedingung, ohne Zeitfenster. Und da ich Handloom eben liebe, dieser Stoff mit des leichten 3D Effekts einfach wahnsinnig weich ist und mir dieses OrangeRot unwillkürlich ins Auge sprang, würde es eben dieser. Keine Werbung, sondern persönliche Überzeugung.

 

 

Übrigens habe ich festgestellt, dass dies mein Sommer der Rottöne werden könnte. Mit mehr oder weniger großem Zufall greife ich derzeit sehr oft zu rotlastigen Bekleidungsstoffen. Ich frage besser nicht, was das zu bedeuten hat…

 

 

So. Das war er. Mein Start in einen roten Sommer voller Nähliebe. Ich sage Euch, da kommt noch mehr. Ihr werdet schon sehen.

 

 

Habt es schön!

See you soon!

Eure

JULIA

 

 

verlinkt bei Creadienstag, Handmade on Tuesday,

 

 

 

4 Kommentare bei „Mit Nähliebe in den Sommer – mein Fringedress und ein Tipp für eine schöne Taille“

  1. Sieht super aus. Toller Schnitt !
    Aber ripst das Ripsband nicht auf der Haut ? Eigentlich mag ich auch Kleider, bin aber so forsch tappig…da weiss ich nie eie ich hinsitzen soll. Ich bin eher so ein Lümmler.
    Liebe Grüße
    Stella

    1. Liebe Stella,
      als ich diesen Rat entdeckt habe, hatte ich diese Befürchtung auch. Sie hat sich aber als unbegründet erwiesen. Bei einem Schnitt wie diesem sitzt die Taille ja ohnehin a hoch und b weit, so dass es noch ausreichend Spiel gibt. Bei einem engeren Schnitt liegt das Ripsband dann so an der Taille, dass es sicher nicht stört. Ich habe mein Fringedress heute den ganzen Tag getragen. Bei der Arbeit, beim Einkaufen und zuhause und habe es überhaupt nicht gespürt.
      Lieben Gruß
      JULIA

  2. Liebe Julia,

    Du strahlst, siehst glücklich aus und das Kleid sieht prima aus. Ich bin dann mal gespannt auf den roten Sommer.

    Lg Judith

    1. Liebe Judith,
      Weißt Du woran das liegt, dass ich so aussehe? Ich mag dieses Kleid so und der Stoff ist so unbeschreiblich weich… harchzzz… Ich brauche noch so eins!
      Lieben Gruß
      Julia

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